

Drei Punkte prägen unsere Zuchtentscheidungen:
Gesundheit
Charakter
Typ
Die genannte Reihenfolge entspricht gleichzeitig auch den Prioritäten.

Oberste Priorität hat definitiv die Gesundheit und Robustheit der Katze bzw. der Rasse.
Das bedeutet für uns, dass wir Inzucht und enge Verpaarungen vermeiden und bei der Auswahl der Zuchttiere dem Stammbaum, (respektive dem Inzuchtwert des jeweiligen Tieres) große Bedeutung zumessen.

Auch wenn durch Linienzucht gewünschte Merkmale schneller herausgezüchtet
werden können, ist für uns die Tatsache, dass dadurch die Vitalität
der Rasse leiden kann, das gewichtigere Argument.
Weiterhin gehört zu dem Thema Gesundheit neben den notwendigen Impfungen, Entwurmungen und Gesundheits-Checks vor allem das Testen auf Erbkrankheiten.
Wir möchten nicht dazu beitragen, dass leider bei Katzen vorhandene Erbkrankheiten (HCM, HD, PKD, PL, SMA) sich in der Rasse weiter verbreiten und tun unser möglichstes, um nur mit Tieren zu züchten, die frei von Erbkrankheiten sind.
Leider gibt es nicht für alle Erbkrankheiten sichere Tests.
Unsere Zuchtkatzen werden spätestens in ihrem zweiten Lebensjahr auf Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) und - falls dies nicht schon bei den Eltern und Großeltern geschehen ist - auch auf Polycystic Kidney Disease (PKD) geschallt, am Ende des zweiten Lebensjahres auf Hüftgelenksdysplasie (HD) geröntgt und vor Zuchteinsatz auf die MybPC3-Mutation getestet, wenn nicht schon die Eltern beide frei getestet wurden. Die Schallungen auf HCM werden regelmäßig wiederholt, da der Schall lediglich eine Momentaufnahme darstellt.
Zur Schonung unserer Katzen möchte wir, dass keine Katze öfter als einmal pro Jahr gedeckt wird und im Zweifelsfall werden wir uns immer der Gesundheit der Katze (oder ihrer potentiellen Kitten) zuliebe dafür entscheiden, auf einen Wurf zu verzichten oder die Katze, falls nötig, aus der Zucht zu nehmen und zu kastrieren.
Wir bevorzugen alternative, sanfte Medizin (Homöopathie), unsere Katzen werden aber natürlich auch von einer klassischen Tierärztin regelmäßig untersucht und ggf. behandelt.
Gutes qualitativ hochwertiges Futter gehört natürlich genauso zur Gesunderhaltung. Dazu mehr unter dem Punkt "Katzenernährung".


Der Charakter der Katzen steht für uns schon alleine deswegen an zweiter
Stelle und noch vor der Optik, da er ein wichtiges Kriterium dafür ist,
daß diese Katze ein gutes Leben haben wird.
Eine wesensfeste, menschenorientierte Katze hat eine wesentlich bessere Chance, ewig geliebt zu sein, als eine scheue, vielleicht kratzende Katze mit Unarten. Letztere wird dann leicht "lästig".
Maine Coons sind sehr kommunikative, sowohl sanfte, als auch temperamentvolle Katzen. Unser Ziel ist, charakterfeste, zutrauliche, verschmuste und verspielte Coonies zu züchten.
Dabei spielt zum einen der Charakter der Elterntiere eine Rolle, zum anderen betrifft es die Haltung der Katzen, die selbstverständlich mit uns im Familienverbund leben. Isolierung findet nur kurzfristig während Krankheit, Rolligkeit oder in anderen Ausnahme-Situationen statt.
Eine Katze wird nur dann umgänglich sein und bleiben, wenn sie sich wohl fühlt und nicht unter Streß steht (z.B. durch zu viele Katzen auf zu engem Raum). Daher ist die Zahl der Katzen, die wir halten können begrenzt und dies beeinflußt natürlich maßgeblich die Größe unserer Zucht.
Zur Haltung gehört natürlich auch die Zuwendung - Streicheln, Kuscheln, Spielen... und auch hier wird es mit zunehmender Anzahl an Katzen schwierig, jeder einzelnen ausreichend Aufmerksamkeit zu schenken.
Wir beschäftigen uns viel mit unseren Katzen, es wird ausgiebig gespielt und geschmust, die Katzen sind ständig um uns herum, ob sie sich beim Frühstück auf den Schoß kuscheln oder beim Aufräumen "helfen" und natürlich wird beim Fernsehen auf dem Sofa gekuschelt.

Auch die Kitten werden natürlich ausgiebig "beschmust und bespielt", sehr
früh schon an die Menschenhand gewöhnt und damit ist der Grundstein
für umgängliche, dem Menschen zugewandte und verschmuste Katzenkinder
gelegt.
Ein weiterer hier wichtiger Punkt ist, daß wir unsere Kitten nicht vor der vierzehnten Woche abgeben, denn es ist wichtig, daß die Babies von ihrer Mama und den Mitkatzen "erzogen" werden, d.h. ein vernünftiges Sozialverhalten lernen und in ihrem Charakter gefestigt werden.
Ein Kitten, das 14 Wochen bei seiner Mutter verbleiben durfte, hat eine wesentlich bessere Chance, sich zum "artigen, umgänglichen Kätzchen" zu entwickeln, als Katzen, die früher von der Mutter getrennt werden.
Darüber hinaus hatte das Kitten so die Zeit, die Impfungen zu überstehen und zumindest ein Mindestmaß an Immunschutz auszubilden und wird nicht direkt nach der Impfung (welche den Organismus ja durchaus belastet) gleich mit der Trennung von Mutter und Geschwistern, einer neuen Wohnung (und damit auch neuen Bakterien und Viren, die es nunmal in jeder Wohnung gibt), neuen Menschen und eventuell neuen Katzen konfrontiert.

Natürlich wird bei der Auswahl der Zuchttiere auf den Rassestandard und Typ größten Wert gelegt und wir stellen unsere Katzen auf Ausstellungen Richtern vor, um sie bewerten zu lassen.
Für eine Katze, die nicht mindestens ein V1 und/oder CAC auf Ausstellungen erreicht, muß es unserer Meinung nach schon sehr gewichtige Argumente geben, um sie trotzdem zur Zucht einzusetzen (aber diese Gründe gibt es - beispielsweise Foundationkatzen).
Darüber hinaus gibt es innerhalb des Rassestandards eine gewisse Spannbreite, die dann schlichtweg Ansichts- oder Geschmackssache ist, und da man bekanntlich hierüber nicht streiten kann, folgen wir hier einfach unserem Geschmack.
Extrem-Coonies wird man bei uns nicht finden, da wir hiervon nichts halten. Wir bevorzugen den eher moderaten und alten Typ der Maine Coon, mögen viel Fell und Silbervariationen und da wir uns in solche Katzen immer wieder verlieben werden, wird unsere Zucht natürlich auch hiervon beeinflußt werden.
