
Zunächst einmal: Maine Coons machen süchtig!
Überlegen Sie sich gut, ob Sie sich mit dieser Rasse einlassen wollen. Wenn
Sie ihr erst einmal verfallen sind, können Sie vermutlich nicht mehr ohne
Coonies leben.

Aufgrund des Namens hält sich das Märchen, dass die Maine Coon aus der
Kreuzung einer Wildkatze mit einem Waschbären (engl. Raccoon) entstanden ist,
hartnäckig. Dies ist allerdings genetisch unmöglich. Wahrscheinlich ist
die Rasse aus der Verpaarung verschiedener Lang- und Kurzhaarkatzen
hervorgegangen.
Aber wie immer die Rasse auch entstanden sein mag, sicher ist, dass diese
amerikanische Waldkatze keine Zuchtkatze im herkömmlichen Sinne ist. Sie hat
sich in der Natur ohne menschliche Eingriffe entwickelt.

Coonies sollten – da sie sehr soziale gesellige Tiere sind, nicht als
Einzeltiere gehalten werden, sondern immer eine weitere Katze zur Gesellschaft
haben.
Diese Aussage trifft natürlich auch auf die meisten anderen Katzenrassen zu.
Es gibt nur wenige, die sich in der Einsamkeit nur mit dem Menschen wohl
fühlen.
Gerade die besonderen Eigenheiten der Maine Coon sind es, die diese Rasse zu etwas so Besonderem machen: Maine Coons plaudern gerne, sei es mit ihren Menschen, mit anderen Tieren oder mit sich selbst. Mit einem ganz typischen Gurren begrüsst die Maine Coon ihren Menschen oder antwortet auf Fragen. Dabei steht die zarte und leise Stimme oft völlig im Widerspruch zu dem großen und robusten Erscheinungsbild der Katze.

Soll man das Aussehen dieser sanften Riesen aus den Wäldern Nordamerikas
beschreiben, beginnt man natürlich mit der Grösse. Maine Coons sind
grosse, muskulöse Katzen mit kräftigem Knochenbau. Die Kater erreichen in
der Regel ein Gewicht von 6-9 kg und die Katzen 4-7 kg.
Eine Maine Coon braucht 4 Jahre bis sie ausgewachsen ist. Der Körperbau ist
mittelgroß bis sehr groß und kräftig mit breitem Brustkorb. Die
Körperform ist langgestreckt und rechteckig. Maine Coons stehen auf
kräftigen, hohen Beine, grossen Pfoten und zwischen den Zehen wachsen ihnen
Haarbüschel als Schneeschuhe.

Die Länge und Dichte des Fells variieren mit den Jahreszeiten und dem Klima. Das Fell fühlt sich – für manche überraschend bei diesen eher wild aussehenden Katzen –sehr seidig an.

Im Rassestandard der Maine Coons sind alle Farben und Zeichnungen erlaubt,
ausgenommen Chocolate, Lilac, Cinnamon und Point-Zeichnungen.
Die Bezeichnungen der Fellfarben wirken für viele Menschen sehr verwirrend.
Letztendlich ist es aber gar nicht so schwer.
Die Farbbezeichnung gibt uns Auskunft über
1. Man muss sich zunächst daran gewöhnen, dass alle Bezeichnungen englisch sind. Die schwarze Katze wird also black und die rote red genannt. Damit haben wir auch schon die Grundfarben.


4. Dann gibt es verschiedene Modifikationen der Grundfarben.
Zum einen ist das die Verdünnung, d.h. durch bestimmte Gene wird
hervorgerufen, dass die Grundfarbe verdünnt in Erscheinung tritt.
Dadurch wird black zu blue und red zu cream. Verdünnung kann in Kombination
mit tabby oder ohne und natürlich auch mit weiß oder ohne und mit silber
oder ohne auftreten.

Zum anderen gibt es das Silber.
Silver ist keine Farbe an sich, sondern tritt mit einer Farbe auf, d.h. es gibt
black-silver-tabbys, red-silver-tabbys oder mit Verdünnung blue-silver-tabbys
und creme-silver-tabbys.
Bei den non-agouti-Katzen wird das silver smoke genannt. Hier gibt es dann
black-smokes, red-smokes, blue-smokes und creme-smokes.
Silver entsteht dadurch, dass der Haarschaft im unteren Teil hohl ist (erscheint
aber weiß) und nur der obere Teil in der jeweiligen Fellfarbe gefärbt
ist. Wenn man bei einer silver-Katze das Haar "umklappt", sieht man darunter nur
weiß. Es gibt unterschiedliche Abstufungen des silvers, die dann auch wieder
unterschiedliche Bezeichnungen tragen. Ein "shaded" ist z.B. eine Katze, die einen
sehr hohen silver-Anteil hat, so dass nur noch der oberste Teil des Haarschafts
Farbe trägt.

Nun können die Fellfarben auch noch zusammen auftreten, d.h. die Katze ist
schwarz und rot gefleckt. Das wird tortie genannt. Bei einer agouti Katze, die ja
die Bezeichung tabby trägt würde das dann tortie-tabby heißen und
diese beiden Begriffe wurden zu torbie zusammengekürzt, so dass gefleckte
tabby Katzen also black-torbie oder blue-torbie heißen.
Im Übrigen sind (bis auf eine selten auftretende genetische Besonderheit)
tortie und torbie Katzen grundsätzlich weiblich.
Während die Scheckung bei Katzen mit weiß deutlich ist und oft
große Farbfächen mit deutlicher Abgrenzung entstehen, haben die Torbies
und Torties ohne weiß eher weniger und kleinere Flecken, die sich nur
undeutlich voneinander abheben.

Die Begriffe in der Farbbezeichung der Katze reihen also folgende Informationen aneinander:
Grundfarbe oder Grundfarben + Fellmuster oder ohne Muster + mit weiß oder ohne + verdünnt oder nicht + silver oder nicht
Alles was zwischen den jeweiligen Plus Zeichen steht kann in jeder beliebigen Variation vorkommen.
